Translate

09.10.2015

Specialized FUSE COMP 6FATTIE

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich fast jedes Jahr mindestens einmal am Lago di Garda, Mountain biken. Ich trainierte auch die Fahrtechnik intensiv, war die Zeit von NoWay Hans Rey





Na ja, wir werden alle älter, jetzt bin ich gut 3500 km Pedelec gefahren, Sommer und Winter, viel auf unbefestigten Wegen. Das hat in mir den Wunsch nach einem MTB wieder wachsen lassen.
Besonders die Gattung Fatbike fasziniert mich als Ex-Trial Fahrer sehr, dicke Reifen, niedriger Luftdruck, Traktion ohne Ende....

Testfahrten im Shop brachten dann eine gewisse Ernüchterung, die 4.6 er Bereifung ist zumindest gewöhnungsbedürftig, die Bikes sind auf die Ausstattung bezogen unverschämt teuer, kenne das Argument der kleinen Stückzahlen......

Dann kam plötzlich wieder etwas Neues, das Fuse mit 27,5+ Bereifung. Aha, stamme aus der Generation 26“, mit den 29 ern bin ich nicht so wirklich warm geworden, also testen wir 3.0“ :=)

Hm, hat was, auch preislich noch so, dass ich als Schwabe einen Gegenwert sehe..
Marv von bockshop hat mich vermessen, irgendwie scheine ich zu schrumpfen, in der Länge, nicht unbedingt im Umfang :=(

Es wurde ein Fuse Comp in XL





Details


30 er Blatt vorne, hinten 11-40 10 fach, berggängig, aber bei ≈30 km/h ist Schluss...


Die TRP Slate 4-Kolben Bremse packt zu, zumindest im Westerwald reicht die 180 er Scheibe.






Abweichend zur Serie montierte ich hinten eine 180 er Scheibe




Die Ausstattung und Geometrie:

©Specialized


, Sattel und Lenker von SQlab, da habe ich Anfangs schon gegrübelt, ob die Mehrausgabe nötig ist.



Pedale XT, fahre nur Klick und Shimano seit gefühlten 100 Jahren ;=)


Die eher minimalen Unterschiede in der Ergonomie hinsichtlich Sattel und Lenker bewirken Erstaunliches. Meine Probleme mit der rechten Hand sind komplett verschwunden, selbst meine innig geliebten Brooks Sattel vermisse ich nicht mehr.



Der Unterschied zwischen gut und perfekt ist spürbar, hätte ich so nicht erwartet!
Aber bin ja noch im lernfähigen Alter...

Wie fährt sich das Fuse nun?


Die Gabel mit 120mm Federweg reagiert sensibel auf kleine Änderungen des Drucks


Fahre momentan mit 90 PSI und etwa 20% Sag, Zugstufe 1/3 geschlossen. Beim Bunny Hop nutze ich so 110mm Federweg und habe ein vernünftiges Ansprechen auf kleinere Unebenheiten.  

Intensiv beschäftigen sollte man sich mit dem Luftdruck der Bereifung, ich kaufte mir einen SKS Druckprüfer, konventionelle Pumpenmanometer sind hier viel zu ungenau.


Momentan vorne 0,85, hinten 0,9 Bar bei 100 kg Fahrergewicht.

Schaltung funktioniert knackig und präzise, über die Kettenlinie im 1. und 10. Gang mache ich mir so meine Gedanken....



Das Bike wiegt nach meiner Waage 14kg, die Bereifung ist sicher nichts für Racer. Mit passendem Luftdruck eine beeindruckende Traktion, auch beim Bremsen.





Wo ich bergab mit 28“ und Marathon Mondial etwas aufpassen musste


ballert das Fuse völlig unbeeindruckt drüber. Der Fahrkomfort ist deutlich besser als mit gefederter Stütze und 28“ Bereifung. Ein Bike für Spass, etwas Austesten von Trails, auch bei schlechtem Untergrund. 








Resümee:

Ich wollte ein Bike, dass ich so noch nicht hatte. Das Fuse erfüllt diesen Anspruch und ermöglicht einen im Vergleich zum „normal“ bereiften MTB erweiterten Bereich des Fahrens.
Die Nachteile der Bereifung höheres (Gewicht, indifferentere Präzision in Schräglage) kann ich akzeptieren, der speed orientierte Racer sicher nicht. Aber ein Trial Motorrad ist auch nicht für jeden...






1 Kommentar: