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21.08.2014

Centurion E-Fire Sport 400 EQ


Eigentlich sollte es ein Bergamont werden, aber aus welchen Gründen auch immer, die Fa. Konnte nicht liefern. Nach einer ausgiebigen Testfahrt wurde es dann das Centurion.



Bei der Bewertung von Pedelecs muss eigentlich das Antriebssystem separat vom Bike betrachtet werden. Schließlich fahre ich keinen Bosch mit Zubehör sondern ein Rad mit elektrischer Unterstützung. Der Rahmen ist speziell für den Motor konstruiert und sehr gut verarbeitet.



Kabel, Bremsleitung hinten und Schaltzüge sind sauber verlegt.



Der Bosch Performance Motor ist in den Rahmen integriert



Die Suntour Gabel ist blockierbar, was ich nie benötige, arbeitet mit einer Luftkammer und hat 63 mm Federweg. Bisher funktioniert sie problemlos.



Die hydraulische Shimano Bremse wurde hinten durch eine 180 mm Scheibe aufgewertet, Serie 160 mm.



Vorne kam eine 180 er XT Scheibe rein, sieht etwas gefälliger aus wie die 180 er Serienscheibe. Funktionell egal.



Der Dynamo funktioniert ohne nennenswerten Widerstand



Die Serienlampe ersetzte ich durch eine B&M (auf dem Bild noch die originale Bremsscheibe)


Sattel ist mein gut eigerittener Brooks, Stütze eine Thudbuster ST mit ≈ 3 cm Federweg, funktioniert unauffällig ohne Wippen, ersetzt natürlich kein Fully




Ich wollte aus mehreren Gründen keine Kettenschaltung. Mittelmotoren belasten logischerweise die Ritzel und Kette stark, eine Nabenschaltung ist von der Zahnhöhe, Kettenbreite, Kettenlinie deutlich robuster. Die Shimano 8 und 11 fach Nabenschaltung ist eigentlich nicht für Pedelecs ausgelegt, daher muss das Motordrehmoment auf 50 Nm limitiert werden. Nur Rohloff und NuVinci verkraften nach jetzigem Stand die 60 Nm des Bosch Performance. Rohloff Naben sind gut und teuer, die Übersetzungsbreite der Nabe brauche ich im Westerwald nicht, für Alpenfahrer sieht das anders aus. Die NuVinci hat eine Bandbreite von 0,5 – 1,8 (360%) und arbeitet mit Kugeln, schiefer Ebene. Theoretisch stufenlos.



Geschaltet wird über einen Drehgriff rechts am Lenker.


In der Realität ergeben sich durch Zugreibung und Widerstand beim Schalten doch Mindestdrehbewegungen, völlig stufenlos lässt sich die Nabe nicht schalten. Bergauf unter Last muss der Druck komplett weggenommen werden, entgegen der NuVinci Werbung ist ein Schalten unter Last nicht möglich, auf er Ebene bei leichtem Druck schon.

Der Wirkungsgrad ist in bei niedriger und hoher Übersetzung nicht so prall, Oehler hat das auf einem selbst entwickelten Prüfstand gemessen, ich habe die Daten in meine Tabelle übernommen. Übersetzung Serie, 17-20, entspricht auf Grund der 2,5 fachen Übersetzung des Bosch etwa 43 zu 20.


Die Zahnhöhe des Ritzels beträgt ≈7,6 mm, gegenüber ≈4,2 mm bei einer Kettenschaltung.


Die Kettenlinie passt, wird beim Schalten konstruktiv bedingt ja nicht verändert



Beispiel Kette



Die Lebensdauer von Kette und Ritzel dürfte bei der Nabe höher sein.

Ohne elektrische Unterstützung ist das 27 kg Bike nur auf der Ebene oder im Gefälle fahrbar, Anfahren mit kurzer Übersetzung sehr zäh. Ein Thema ist natürlich die Reichweite, lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Ich fahre hier überwiegend Wald und Wiesenwege, meist so was



Die Marathon Mondial Bereifung in der Evo Variante rollt gut, bis jetzt keine Panne und hat ordentlich Grip, für einen Tourenreifen. Bosch hat 4 Unterstützungsstufen, nutze überwiegend Eco (50%), in steileren Auffahrten Tour (120%). Sport (190%) und Turbo (275%) eigentlich nie. Die Sprünge sind für ein Trekking-Tourenbike eigentlich zu groß, hoffe dass mit dem Nyon eine Anpassung möglich ist, die Info`s bis jetzt sind vage. Im Schnitt komme ich 64 km und 1100 Höhenmeter mit einer Akkuladung (400 Wh). Das Schalten der Stufen geht über die Bedieneinheit am Lenker links intuitiv, dort kann auch das Display durchgezappt werden (Uhrzeit, Maximal Speed, Schnitt, Fahrzeit, Reichweite, Gesamtkilometer des Motors, Tageskilometer). Mein Systemgewicht (Fahrer und Bike) beträgt knapp 130 kg.



Gisela mit ihrem Bergamont, Active Motor und etwa 77 kg Systemgewicht kommt immer mindestens 100 km und 200 Hm bei gleicher Strecke / Geschwindigkeit. Da es im Westerwald permanent rauf und runter geht, benötigen wir die Unterstützung zu 55-60% der Runde.
Hier das Profil einer „typischen“ Runde mit ≈330 Hm.



Bergab, leichte Gefälle oder kurze Anstiege mit Schwung fahren wir ohne Motor. Würde es nur bergauf gehen, käme ich mit Eco wohl nur etwa 40 km, in der höchsten Stufe kaum 15 km weit.

Sehr empfindlich reagiert das System auf Abweichungen zur Übersetzung, in der kürzesten Stufe scheint die NuVinci unter starker Last etwas Schlupf zu haben, Bosch interpretiert das als „manipulierte Übersetzung“ und schaltet mit Fehler 503 in den Notbetrieb. Ist natürlich in einer harten Steigung super!!!
Nach der Anpassung von den hinterlegten Übersetzungsdaten, der Motor muss zu Bosch oder Centurion, Händler kann das nicht, werde ich berichten.

Ergänzung:

Bei Centurion wurde das minimale Übersetzungsverhältnis von 0,43 auf 0,40 verändert.
Seitdem ist der Fehler nicht mehr aufgetreten. 
Die Bereifung bewährt sich, bislang kein sichtbarer Verschleiss, kein Platten.
Räder mussten nicht nachzentriert werden, keine Schrauben locker, trotz überwiegendem Einsatz auf unbefestigten Wegen. 




Defekte:

Nach 250 km wurde der Motor wegen Knack Geräuschen getauscht, Schaltinnenzüge wechselte ich kurze Zeit später gegen hochwertige Shimano Züge, original hatte schon Brüche in den Litzen. Kette nach 450 km gegen verstärkte gewechselt, die verbaute war Schrott. Seitdem keine Probleme aufgetreten.

19.08.2014

Sommer Diesel 462, Umbau auf EFI Gabel und ABM Bremsscheibe

Nach meinen Urlaubserfahrungen werden diverse Umbaumassnahmen vorgenommen, Ziel ist eine Verbesserung der Off Road Eigenschaften.
Die originale Bullet Gabel hat auf Grund der Kotflügel Befestigung sehr wenig Platz für gröber profilierte Bereifung


Ausserdem spricht sie auf feine Unebenheiten etwas träge an.
Bei der Gelegenheit wechselte ich die Bremsscheibe durch das von Jochen Sommer vertriebene ABM Modell, halbschwimmend gelagert, leichter, optisch nett und bremst erheblich besser mit den organischen Lucas Belägen.



Der Gabel Umbau ist prinzipiell kein Problem, die Standrohre sind in der Casquette verschraubt und in der Gabelbrücke geklemmt.





Durch die andere Befestigungsart mit Streben ist zwischen Reifen und Blech deutlich mehr Luft


Die Bremsleistung ist jetzt wirklich so, dass der Reifen Haftungsprobleme bekommt :=)


Wird fortgesetzt....