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17.09.2011

Sommer Diesel 462, Motorenöl

Auch wenn es viele nicht mehr hören (lesen) können, beschäftige ich mich hier etwas mit der Thematik Öl. 
Wen es nicht interessiert, einfach nicht lesen. :twisted: 

An wirklich aussagekräftige Informationen zu kommen, ist in diesem Bereich außerordentlich schwierig. Selbstverständlich gibt es in der Automobilindustrie Prüfläufe im Bereich Konstruktion, wenn Daimler oder Porsche einen neuen Motor auf den Markt bringt, wird eine bestimmte Ölqualität vorgeschrieben. Das geschieht ja nicht einfach so, sondern ist dass Resultat langer Versuchsreihen und Testfahrten. Im Regelfall wird dann kein spezielles Öl, sondern eine bestimmte Ölqualität vorgeschrieben.

Interessant wird es dann, wenn der Motor wie beim Hatz 1b40 quasi „artfremd“ eingesetzt wird.

Der Betrieb in einem Motorrad unterscheidet sich doch etwas vom stationären Einsatz.

Nach über 10.000 km mit Ölthermometer hat sich für mich folgendes Herauskristallisiert:
Das Öl wird auch bei tagelanger Autobahnfahrt vollbeladen im Hochsommer allerhöchstens 80° warm. Das aber auch nur mit abgedecktem Motor und etwas minimierter Luftzufuhr. Leider habe ich keine Daten darüber, welche Öltemperatur der Motor im stationären Betrieb erreicht, dürften aber auf Grund des fehlenden Fahrtwindes etwas höher sein. Bei Temperaturen unter 5° + zeigt die bei 60° beginnende Skala nichts an :!: 

Ich interpretiere dass so, der Motor braucht ein Öl, dass bei niedrigen Temperaturen sehr gut schmiert, die Gefahr dass auf Grund hoher Belastung verkokt, überhitzt, kommt wohl hier eher nicht vor.

Um zu testen und demonstrieren wie sich das Fließverhalten zweier Öle bei unter Null ° verhält, folgender Versuch:
Die Ölproben steckte ich 2 Stunden in den Gefrierschrank. Probe 1 im Clip ist ein vollsynthetisches 5W30 er Öl, Probe 2 ein mineralisches 15W40 Öl. Ersteres ist bei mir im Motor, dass 2. im Primärkasten. Zur Verdeutlichung laufen der Clip mit 50% der normalen Geschwindigkeit. Das 15 er Öl ähnelt schon eher Honig :!: 
Die Nockenwelle des Hatz wird mit Schleuderöl der Kurbelwelle geschmiert. 
Denke, dass da bei -10° auf der Autobahn ein kritischer Bereich möglich ist.

Folgende Aussage eines Mercedes Mitabeiters finde ich interessant.

Selbst das qualitativ Beste unter den mineralischen 15W-40er, verhält sich beim winterlichen Kaltstart eben wie ein 15W. Oder anders gesagt: Wo es beim 5W nur gut 2 Sek. dauert, bis auch die letzte Schmierstelle richtig mit Öl versorgt wird, der Motor also vollständig durchölt wird, dauert das bei einem 15W ganze 50 Sek.!!! lang!


Klar handelt es sich hier um einen PKW Motor, aber kann mich noch gut an meine luftgekühlte 4 Zylinder Suzuki erinnern, bei kaltem Wetter hörte ich das Klackern der Nockenwelle nach dem Wochenende 10-15 Sekunden. Machte mich immer nachdenklich, bei der Lagerung der Welle im Alu des Kopfes. 



Quelle: YouTube


Bedeutet für mich, dass bei Winterfahrern sinnvollerweise der Motor vorne abgedeckt sein sollte, Winterscheibe oder Abkleben der Löcher ist ein Muss, ein 5W30 oder 40 sehr empfehlenswert. Vermutlich wäre ein 0W40 noch besser, hat allerdings keine Empfehlung / Freigabe, muss ich erst noch klären.


Wird fortgesetzt.

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