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07.06.2011

Billingshurst Big Knock Dieselmotorradtreffen 2011

Mittwoch

Big Knock in Billingshurst hat für Dieselmotorrad Fahrer Tradition, nicht so groß und frequentiert wie Hamm, aber durchaus lohnend.
Na ja, nicht gerade ums Eck, aber dafür ist der Diesel ja prädestiniert. 



Im Vergleich zu den Mitfahrern scheine ich immer das größte Komfortbedürfnis zu haben, zumindest wenn der Gepäckumfang betrachtet wird.



Königsforst Ost war der Treffpunkt, Jochen kam natürlich mit dem neuen Modell, Stefan und Peter mit traditionellen Sommer, Uli mit einer fetten 1150 er BMW


Bei bestem Wetter setzte sich der Konvoi dann in Bewegung. Mit Ausnahme von Uli (der hatte ja genügend Dampf im Boxer) war ich der einzige, der gut 100 kg auf die Waage brachte, über das Gepäck schrieb ich ja schon. Jochen hat in der rechten Hand einen eingebauten Tempomat, permanent 90.
In den etwas gepflegteren Steigungen machte sich das dann bemerkbar, Fahrer 30 kg leichter, neues Modell gut 20 kg leichter, eine überdachter Schlafsack als Zelt, husch husch, weg war er. Marathon und Ultra Läufer Stefan mit durch Frontscheibe gedopter Hatz zog als nächster mit starr nach vorne gerichtetem Blick (damit ich das Grinsen nicht so sehe) vorbei, Peter, auch so ein 60 kg Bär, dann mit der umgebauten Taurus als letzter, anscheinend bringt auch eine Trockenkupplung Speed :=)
Kurzer Tankstopp in Belgien, so eine BMW braucht halt doch ≈5 Liter, zuerst Zahlen, dann Tanken, dann Restgeld abholen, interessantes System.
Pünktlich in Calais ging es entspannt auf die altersschwache Fähre.





Mopeds verzurrt und dann ab zum Kaffee bzw. Teetrinken



Die englische Küste



Linksverkehr ist Schei.e, vor allem in den allgegenwärtigen Kreiseln.
Nach weiteren 2 Stunden erreichten wir dann das Ziel bei sonnigem Wetter.








Donnerstag

Jeff, der selbstlose Organisator versorgte uns mit Kaffee, Brot etc.



So ein Treffen ist die Hölle, man sieht mir den Stress richtig an.



Die Idee mit Birmingham zerschlug sich auf Grund der doch extremen Verkehrsdichte schnell, in Leatherhead gab es dann das 2. Frühstück.




Diesel gab es nicht überall.


Nachmittags fuhr ich dann mit Jochen noch eine kleine Runde zu Whiteways Caffee



Freitag

Vormittags fuhren wir nach Amberly in ein Freiluft Technikmuseum.




















Nachmittags nach Littlehampton ans Meer







Unsere „Nachbarn“ wollten unbedingt auch auf`s Bild :=)




Auch ein genialer Konstrukteur geht mal baden




Samstag

Jetzt erst einige Eindrücke von den unterschiedlichen Bikes:

Olas GSX R 1100 Entschleuniger mit Ferymann 6,5 PS Diesel hat schon was, individueller Custom Aufbau, 170.000 km runter, Getriebe einer NSU OSL 250, perfektes Recycling, man beachte die ehemalige Kutterschaufel.















video



Aber auch andere haben Kreativität im Blut
Im Anhänger sitzt der Rottweiler.



1,9 Liter VW Diesel, 1 Gang mit fußunterstützter Trockenkupplung, Getriebe unnötig von 15-95 MPH geht es auch so :=)




Das ist der Tank, einfach geil, oder?





Natürlich gab es auch viele „normale“ Umbauten.












Dann natürlich eine kleine Ausfahrt, da donnerte es wirklich :=)






Um die Rückfahrt etwas zu entzerren fuhren wir dann nach der Ausfahrt auf den Campingplatz in Folkstone, nahe Dover, bekamen auch gerade noch so etwas Platz, allerdings nichts zu Essen.







Also Fussmarsch die Klippe hoch, knapp 100 Höhenmeter, ein Klacks.




Über ein Spitfire Parkplatz dann Richtung Pub...




Dummerweise geschlossen




aber schon 2 Kilometer weiter gab es dann was zu Beissen.




Die drei Kilometer Rückmarsch in der Dämmerung waren dann auch zu schaffen.




Sonntag

Das Wetter verschlechterte sich deutlich. Allerdings war es noch trocken.



Problemlos konnten wir eine Fähre früher als gebucht einchecken, ein deutlich neueres Modell als auf der Hinfahrt.




Der Autor himself




Brauchten wir glücklicherweise nicht.





Die Überfahrt war deutlich rauer, in Calais regnete es dann. Ich änderte meine Strategie, hängte mich an Wohnmobile, LKW`s und fuhr bergab was rauskam. So konnte ich immer wieder etwas Vorsprung herausfahren und musste nicht mit Vollgas in der Kolonne hinterher hecheln. Tanken in Belgien, diesmal mit EC Karte. Der erste Vorgang klappte nicht, wahrscheinlich mein Fehler. 2. Versuch gab dann Sprit.
Schon Sonntag Abend war von der Tankstelle eine Buchung über 75€ auf meinem Konto vorgemerkt!
Laut Beleg hatte ich für 10€ getankt. Also Montag hurtig auf die Sparkasse gedackelt und den Vorgang löschen lassen. Einen Tag später wurden dann auch korrekt die 10€ abgebucht.....
Die Rückfahrt war geprägt von mehreren extremen Regenfällen, Gewittern mit 2 cm Wasser auf der Piste, diversen Staus, aber ohne Komplikationen. Handschuhe und selbst die einsatzerprobte Militär Tasche hielten den Wassermassen nicht stand. Bei diesen ziemlich extremen Bedingungen ist auch der Jethelm mit Brille nicht mehr ideal.

Resümee:
1586 Kilometer ohne Probleme, Verbrauch von 2,5 Liter auf der Rückfahrt bis 1,76 Litern in England, Landstrassen. Schnitt über die Tour 2,2 auf 100 km.
Gekostet hat das inklusive Fähre knapp 200€.
War extrem unterhaltsam, vom Schweizer Unternehmensberater bis zum Fließenleger war alles vertreten, so ein Dieselmotorrad ist irgendwie Klassen los, hat was :=)

Kommentare:

  1. Moin,

    tolle Erinnerungsfotos! Sauberer Trip. Wiederholungswürdig. Mach´s gut und Grüße

    Uli

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  2. Der blog ist auch am iPad & iPhone sehr gut lesbar.
    Mehr private Bilder beim Bier würden das Bild abrunden...

    Boris

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  3. „Private“ Bilder, wo die Gesichter erkennbar sind, betrachte ich rechtlich als problematisch. Nicht jeder möchte sein Bild im Internet sehen (bei manchen durchaus verständlich ;=), also müsste ich von jede(r)m erst eine Freigabe haben, ist mir zu aufwändig. Der Schwede (Ola) sagte mir auch ganz klar, er will kein Bild von sich sehen, auf dem Clip mit Helm und Ausrüstung geht das gerade noch, aber auf Fotografien habe ich diese Meinung zu respektieren.

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