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20.01.2013

Leuchtvergleich ThruNite Scorpion V2 U2 vs Fenix LD 20 R5

Einstellung: , alles manuell, keine Nachbearbeitung.
Das Gelb ist mir im Betrieb nie aufgefallen, hmmm

Beide Lampen im höchsten Modus, 180 vs. 660 Lumen (laut Hersteller).

LD


V2


LD


V2


LD


V2


Im Wechsel (bin ja lernfähig) 

ThruNite Scorpion V2 U2, Teil 1


Heute beschäftige ich mich mit einer, für die Grösse, sehr leistungsstarken Lampe 

Es ist eine taktische Lampe, bedeutet, konzipiert für den Einsatz beim Militär, Hilfsorganisationen, THW, Security etc. 
Von der Konstruktion her optimal für die taktische Haltung, dh. Lampe in der Faust, Bedienung mit Daumen und Zeigefinger 

Wie schon angedeutet, jobbe ich nebenher etwas bei einer Security Firma.
Dazu gehört auch, Nachts einige Fabrikgelände zu kontrollieren.
Bedeutet in einem Fall, ca. 300m völlig unbeleuchtetes Lagergelände im Freien mit Boxen für LKW`s, Baumaterial etc.
Das perfekte Umfeld, um Lampen zu testen, nicht unbedingt ein Job für Menschen mit Angst im Dunkeln

Die Fenix zeigte im taktischen Umgang einige Schwächen, die mir im Streifeneinsatz störten.
Auf der Suche nach der "optimalen Lampe" gibt es etliches zu beachten:

-Haltung (taktisch oder normal)?
-wie sind die verschiedenen Modi zu erreichen?
-Leistung (Helligkeit) ist immer ein Thema, welche Distanzen sind zu erwarten?

Will ich eine deutlich höhere Lichtstärke als bei der Fenix, ist mit 2 x AA Batterien / Akkus nichts mehr zu holen.
Es gibt die Lampen mit 4 x AA, die sind dann aber ziemlich dick, das Wechseln ist auf Grund der Anordnung auch meist ein Gefummel.

Power bringen CR123A Batterien, sind aber 1. relativ teuer, 2. werden die in Hochleistungslampen regelrecht gegrillt,
daher bestellte ich anstelle der CR gleich Li-ion Akkus (18650) mit. 1 x Akku ersetzt 2 CR123A.

Komplettes Material



Ladegerät



Ausgepackt





Das Lämpchen



Vergleich mit MagLite und Fenix





Details:

Der Endkappenschalter ist aus Kunststoff und lässt sich völlig Geräuschlos (ohne Klick) schalten, auch mit dicken Handschuhen



Einzelteile



Der Edelstahlclip ist nicht gesteckt, sondern mittels eines Ringes verschraubt





LED ohne Lampenkopf



Die Frontglasscheibe ist gehärtet und beschichtet für maximale Stabilität und Lichtdurchlässigkeit





Daten gemäß Seite Lampentroll

-Smooth Reflektor mit 30mm Durchmesser und 24mm Tiefe
-Länge: 16,4cm
-Durchmesser: Lampenkopf: 3,5cm, Lampenbody: 2,5cm
-Gewicht: 168 g, mit Akku 216 g (selbst gewogen)
-IPX-8 Standart Wasserdicht
-Material: Hochwertiges Flugzeugaluminium
-Abnehmbarer Edelstahlbezelring (Frontschutz)
-HA III Beschichtung

Die Lampe ist mit einem speziellen Federsystem ausgerüstet, geeignet als fest montierte Waffenleuchte.
Ist für uns zwar irrrelevant, aber wenn das Teil die Erschütterungen beim Schuss verkraftet, dürfte sie robust sein.

Zwecks Übersichtlichkeit geht es im Teil 2 weiter..

ThruNite Scorpion V2 U2, Teil 2


Weiter geht`s

Geschaltet werden die unterschiedlichen Stufen über einen gerasterten Drehring



Ganz nach links gedreht, mit halb gedrückter Endkappe ist die Lampe verriegelt.
Stufe 2 hat an und aus, ist programmierbar von 5-89% der Leistung, Endkappe gedrückt halten, dann fährt die Helligkeit hoch bzw. runter, dunkelste und hellste Stufe werden durch 2 x Blinken angezeigt. Lasse ich den Schalter los, ist die aktuelle Einstellung gespeichert.

Beamschot mit 89%, Nikon D90, Weißabgleich 5560K, manueller Modus, f/8, Belichtung 4 sec, ISO 200, Entfernung etwa 3 m, das Zimmer war völlig dunkel
Bilder sind nicht nachbearbeitet. Für die V2 ist der Abstand zur Wand zu gering, auf dem Bild sieht nur den Hotspot (innerer Kreis), ausserdem hatte ich Angst, dass die Tapete abfackelt 



Stufe 3 Firefly mit sehr schwachem Licht zum Lesen von Karten, Bedienen von Codefeldern etc.



Stufe 4 ist Stroboskop, volle Leuchtstärke.

Stufe 5 100% mit Momentschalter, d.h. Licht solange ich drücke.



Im Vergleich dazu die 180 Lumen der LD20



Hier muss etwas dazu gesagt werden, laut englischer Anleitung hat die Lampe mit 2 x CR 123A 1000 Lumen für 60 s, dann wird auf 750 Lumen zurückgeschaltet, weil sonst die Batterien überhitzen. Auf der Internetseite wird von 750 Lumen für 60 s gesprochen, danach 89%.

Mit Akku maximal 660 Lumen, ich kann so zwischen der 89 und 100% Stufe keinen Unterschied feststellen, geht vermutlich nur mit den CR. Werde ich aber im Freien testen.

Das mitgelieferte Holster ist für den Hausgebrauch, Spaziergang etc. voll in Ordnung, im Gegensatz zum Fenix kann es mit einer Hand bedient werden.

Für den taktischen Einsatz trotzdem nur bedingt geeignet, da muss die Lampe reflexartig raus, Anwählen der Stufe im Holster sollte möglich sein, Einhand Handling zwingend erforderlich.

Da wir die Luft dünn, gibt es wenig.
Das LHU-04 37 erfüllt meine Vorstellung perfekt







Anlegen natürlich ohne Öffnung des Gürtels möglich



Auf unterschiedliche Breiten einstellbar, daher bombenfester Sitz



individuelle Neigung kann gewählt werden



Die Lampe wird durch zwei mit Rollen versehenen Klammern gehalten, dadurch spielfreie Halterung ohne die Oberfläche der Lampe zu beschädigen.
Verriegelung möglich, aber wohl nur beim Fallschirm Absprung erforderlich 



Am lebenden OldMan (Luft angehalten, Bauch eingezogen)



Verarbeitung, Haptik, Technik der Funzel sehr gut, was bei dem Preis allerdings auch erwartet werden kann.

Beamshots im Freien werden nachgereicht, ebenso die Erfahrungen mit Lampe und Holster auf der Streife.

19.01.2013

Thrunite Scorpion V2, Eignung für den Sicherheitsdienst


Nach der Fenix LD 20 möchte ich nun die Scorpion V2 betrachten.

Review gibt es hier: Scorpion V2 U2, Teil 1



Im Vergleich



Die Bedienung erfolgt ausschließlich über das Tailcap mit integriertem Drehschalter.



Die verschiedenen Stufen hat man in einem Abend drin, extrem Sinnvoll ist die Möglichkeit, in wenigen Augenblicken sich auf Stufe 2 die Helligkeit zu Speichern.
Der Hotspot ist gut geeignet, auch Entferntere Objekte auszuleuchten, da wo die LD 20 aufhört, macht die V2 weiter, 180 gegen 660 Lumen merkt man natürlich, auch auf 100m können Büroräume ausgeleuchtet werden.

Ausleuchtung des Nahbereichs auf Grund des guten Flood problemlos, die Donuts im Aussenbereich stören nicht. Hier ist das intuitiv problemlose Umschalten genial, Drehschalter ganz nach links, programmierter Modus mit An-Aus Schalter, ganz nach rechts, volle Helligkeit solange ich die Endkappe drücke.

Perfekte Einhandbedienung ohne Nachdenken, so solle es sein 

Einziger Bug ist die Verriegelung in Stufe 1
Dazu muss der Schalter in Stufe 2 halb gedrückt und der Drehschalter ganz nach links gedreht werden.



Der Schalter hat allerdings keinerlei Druckpunkt, deshalb kann es schnell passieren, das die Lampe eingeschaltet wird. Wäre nicht so dramatisch, aber die bleibt nach dem Verriegeln an, was natürlich nicht so toll ist, weil man das in einem Holster u.U. nicht bemerkt 
Passierte mir, war dann sehr überrascht, dass meine Hüfte beleuchtet wird. 
Wurde darauf hingewiesen, dass das Verriegeln auch ohne Druck auf den Schalter geht.
Geht, zumindest bei meiner, ziemlich schwer, aber möglich.
Trotzdem sollte in der verriegelten Position die Lampe immer aus sein.

Der Bezel ist ziemlich scharfkantig und muss gut festgezogen werden, nichts für empfindliche Innentaschen.

Die mitgelieferte Tasche ist brauchbar, gut verarbeitet, für den taktischen Einsatz trotzdem nur bedingt geeignet, wie eigentlich alle konventionellen Holster. Darauf gehe ich in einem separaten Beitrag näher ein.



Wer mehr Power als von der AA Klasse geliefert wird, benötigt, für den stellt die V2 eine gute Lösung dar. Der Nachteil von CR123A Batterien (gibt es von Behörden meistens nicht) relativiert sich mit dem Kauf von 2 oder 3 18650 er Akkus mit einem geeigneten Ladegerät. Denke, dies Klasse Lampen sind so ziemlich der goldene Schnitt zwischen Power, Grösse, Gewicht und Preis.

Alternativ würde ich z.B. die Eagletac T20C2 XM-L U2 oder die Fenix TK22 mit Cree XM-L U2 in Erwägung ziehen, dürften in der Leistung ähnlich sein, haben jeweils unterschiedliche Bedienkonzepte.
Da gibt es für mich kein Besser oder Schlechter, ist einfach die Frage, mit was komme ich, auch unter Stress, besser klar.

Erfahrungen von anderen würden mich interessieren 

Hier noch Beamshots

Volle Pulle was rauskommt 







Spiegelvorauslösung aus, Farbtemperatur 5560K, manueller Modus, Fokus unendlich