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02.02.2013

Thrunite Scorpion V2 U2, vs Eagletac G25C2 MKII, Konzeptvergleich


Heute möchte ich die Eagletac G25C2 MKII mit der Thrunite Scorpion V2 U2 hinsichtlich ihrer taktischen Eigenschaften betrachten.
Dank Konrad dem Hellen konnte ich auch den Turbo Kopf ausgiebig testen , auch dazu kommt etwas.



Die Reviews zu den Lampen gibt es hier Scorpion V2 U2, Teil 1 hier Review Eagletac G25C2 MKII und hier ThruNite Scorpion V2 U2, Einsatz im Sicherheitsdienst

Taktische Lampen sind Spezialisten, bedeutet, sie können bestimmte Dinge sehr gut, zu Lasten anderer Funktionen. Daher gilt es, zweckmässigerweise vor dem Kauf (entlastet den Geldbeutel  ), genau zu definieren Was brauche ich eigentlich 

Also im Schnellcheck:
-maximale Entfernung?
-kürzeste Distanz?
-Einhandbedienung erforderlich?
-Dauerbetrieb über Stunden oder nur sporadischer Einsatz?
-etc. etc.

Für Objekte, die in der Nähe von Wohngebieten sind und die auszuleuchtenden Distanzen <=100m, halte ich die Klasse der 18650 er Lampen für ziemlich ideal.

Die V2U2 habe ich schon beschrieben



daher nur kurze Zusammenfassung:
-perfekte Einhandbedienung
-ausreichend Power
-Klasse System mit Dimmung der Helligkeit
-Verriegelung fehlerhaft gelöst
-Moment Strobe suboptimal gelöst

Die G25 verfolgt einen anderen Lösungsansatz

Vor- Auswählen der Helligkeit durch Drehen des Lampenkopfes



Schalten durch Tailcap



Der Endkappenschalter ist ein Forward-Clicky. Momentary-on geht aus jeder Stufe, klar definierter Druckpunkt. Drücke ich weiter, Klickt es, der Schalter ist nicht geräuschlos. Sehe ich als unproblematisch, bringt nur etwas auf super schwacher Stufe, die hat die G25, im Gegensatz zur V2 aber nicht.
In allen anderen Situationen spielt das Geräusch keine Rolle, wenn ich mit über 600 Lumen leuchte, bemerkt das jeder, unabhängig vom Geräusch 

Die G25 lässt sich "personalisieren".
Ich nutze das hier:

-Reguläre Mode:
Turbo: 856 ANSI Lumen für 1 Stunden
High: 389 ANSI Lumen für 1,9 Stunden
Medium: 75 ANSI Lumen für 11 Stunden
Low: 7 ANSI Lumen für 90 Stunden

Es gibt einen taktischen Modus, der Sinn erschließt sich mir aber auch im militärischen Einsatz nicht wirklich. Da ich diese Einstellung im Regelfall 1 x durchführe, kein Problem.
Den Strobe Modus kann man sich auf den Endkappenschalter legen, dort ist er aus jeder Stellung mittels 2 x halb Durchdrücken erreichbar.
Gefällt mir gut, wenn ich die Funktion brauche, muss sie intuitiv ohne rumschalten erreichbar sein 

Nun zur "Leistung":

Die G25 ist ein Hammer, Throwerlastig mit großem, nutzbaren Sidespill ohne Donuts. Im Bereich 70-80 m, da wo für mich und meine Augen die Scorpion langsam aufhört, legt die G25 noch eine deutliche Schippe drauf 

Stufe 2 liegt etwas unter der höchsten Stufe V2, reicht zu 90% immer.
Nahbereich ≈5 m viel zu hell, da 3 oder 4 nehmen.
Stufe 4 (schwächste Stufe), ist mir zu hell, dass hat die V2 besser gelöst.

Ich testete die V2 und G25 parallel, der Adler lässt sich nicht mit einer Hand bedienen, zumindest schaffe ich das nicht. Ob das kaufentscheidend ist, muss jeder für sich selbst definieren, ist eben ein anderes Konzept. Hellste Stufe ist ganz zu, kann ich im Vergleich zur V2 auch richtig einschalten, nicht nur auf Daumendruck. Ob die Lampe nach 200 s um 24% runterschalten, kann auch eigestellt werden, allerdings brauche ich diese Stufe eh immer nur kurz.

Stufe 2 wird durch minimales Lösen des Kopfes angesteuert, geht blind und intuitiv. Stufe 4 einfach eine viertel Umdrehung lösen, geht auch gut. Stufe 3 dazwischen ist etwas schwieriger, dürfte aber mit längerer Übung auch klappen.

Ich stellte fest, dass ich bei der V2 wesentlich öfters den Modus wechselte, geht intuitiv mit dem Daumen. Eine Rasterung oder zumindest Markierung mit Leuchtpunkten hätte bei der G25 Vorteile


Interessanterweise deckt die G25 einen grösseren Lichtkreis als die V2 ab, trotz der extremen Reichweite.
Der Turbokopf auf der V2 hat ein fast so schönen Beam wie die G25, liegt ziemlich genau zwischen V2 normal und dem Adler. Allerdings wird der Reichweitenvorteil mit einem noch kleineren Sidespill erkauft, sollte man bedenken.
Anmerkungen zum Holster im Extra Review, zwecks Übersichtlichkeit.


Resümee:
Der Adler stellt Lichttechnisch wohl so ziemlich das momentan technisch machbare dar. Die umfangreichen Möglichkeiten der Anpassung empfinde ich als positiv. Mir persönlich sagt das Bedienkonzept der V2 mehr zu, aber auch das ist nicht fehlerfrei und eine natürlich subjektive Betrachtung. In der Verarbeitung kann ich keinen wirklichen Unterschied erkennen, bin da aber auch nicht sooo kritisch.
Wer ein Scorpion Fan ist, sollte über den Turbo Kopf nachdenken, bin noch am prüfen, ob es das LHU-04 Holster passend gibt.

Meine Traumlampe:

Scorpion mit dem Kopf und der Lichtstärke des Adlers, Drehring mit etwas härterer Rasterung, in Veriegelungsposition Lampe immer aus. Strobo Stufe durch 100% Dauerlicht ersetzt, Strobo mit Doppelklick aus jeder Position (ausser der Verriegelten natürlich) erreichbar 

Sollte Lampenkonstrukteur werden 

Gruss OldMan

PS. Anmerkungen, Kritik, eigene Erfahrungen ausdrücklich erwünscht!

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